Zentrale Herausforderungen für die kommunale Zukunftsfähigkeit

Wie jüngste Studien zeigen, werden sich die Kommunen, bedingt durch den demografischen Wandel, in den nächsten zwei Jahrzehnten "stark und danach massiv verändern" (Studie Deutschland 2020).
"Eine älter werdende Bevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten das Gesicht unserer Gesellschaft prägen. Bis zum Jahr 2050 werden die Menschen im Alter von 58 bis 63 Jahren zu den am stärksten besetzten Jahrgängen gehören. Heute sind es die 35-bis 40 jährigen (Statistisches Bundesamt 2000). Für die Beschäftigung und den Arbeitsmarkt, den Bildungsbereich, die medizinische Versorgung und die soziale Sicherung ergeben sich daraus gravierende Konsequenzen".
Link: Studie Deutschland 2020 - Die demografische Zukunft der Nation
Link: Wegweiser Demographie der Bertelsmannstiftung

Die ökonomische Zukunftsfähigkeit vieler Kommunen wird aktuell, neben der schweren Finanzkrise durch die EU Osterweiterung und durch die Globalisierung geschwächt.
"Die Osterweiterung wird nicht in einem einzigen Akt, sondern schrittweise über einen Zeitraum von 10 Jahren hinweg vollzogen. Das erleichtert eine Steuerung des Zusammenwachsens"...Bayern wird wegen seiner Wirtschaftsstärke und der Nachbarschaft zu wichtigen Beitrittsstaaten einen überproportional hohen Zuwandereranteil und einen erheblichen Pendlerzustrom aus den Beitrittsländern verkraften müssen (Staatsregierung: Bericht über die Vorbereitung Bayerns auf die Osterweiterung).
Bericht über die Vorbereitung Bayerns auf die Osterweiterung (Staatsregierung) in PDF

Auch die ökologische Zukunftsfähigkeit wird z.B. durch den Klimawandel, die wachsende Weltbevölkerung und durch möglichen Rohstoffmangel (z.B. Erdöl) immer stärker bedroht.
Eine Erwärmung der Erdatmosphäre ist bereits eingetreten. Im Zeitraum 1860 – 1990 sprechen Experten von einem Anstieg der Erdmitteltemperatur um 0,6 °C, in Mitteleuropa sogar um 1 °C. Dieser Anstieg resultiert aus der Freisetzung von Treibhaus-gasen, insbesondere CO2. Prognosen für den weiteren Anstieg der Erdmitteltemperatur bis zum Jahr 2100 reichen je nach Szenario von 1,4 bis 5,8 °C (IPCC 2002).
© Transfer 21, Mai 2004
|